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19.01.2013 / Abgeschrieben / Seite 8

Opferschutz und ärztliche Pflichten

pro familia NRW äußert sich zur Weigerung der Untersuchung eines mutmaßlichen Vergewaltigungsopfers in katholischen Krankenhäusern in Köln (siehe jW vom 18. Januar):


Zwei katholische Kölner Krankenhäuser haben sich, wie die Medien berichten, geweigert, eine junge Frau zu untersuchen, nachdem sie betäubt und offenbar vergewaltigt wurde.

Diese Untersuchung ist wichtig, um für eine Strafverfolgung Spuren zu sichern. Beide Krankenhäuser, das Heilig Geist und das St. Vinzenz, gehören zur Stiftung der Cellitinnen, die noch drei weitere Kliniken in der Region Köln betreibt. Begründet wurde die Ablehnung mit der Mitteilung, daß im Rahmen eines Beratungsgesprächs nach einer Vergewaltigung auf die Pille danach hingewiesen werden muß. Dies wäre in den Augen der katholischen Kirche eine Art Abtreibung. Bei der Untersuchung von Opfern nach Sexualstraftaten drohe somit die fristlose Kündigung. Auch der Hinweis, die Frau hätte bereits ein Rezept für die Pille danach ...



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