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19.01.2013 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Gold und die deutsch-französische Freundschaft

Zu Lust und Risiken des Kapitalverkehrs

Lucas Zeise
Die Deutsche Bundesbank ist eine mächtige Institution. Das erkennt man unter anderem daran, daß ihre Beschlüsse ganz wie die der Regierung mit keiner, oder mit unsinnigen Begründungen versehen werden können. Sie gelten dennoch, und der zu ihrer Begründung vorgeschobene Unsinn wird meist ungefragt hingenommen.

Der Vorstand der Bundesbank hat beschlossen, einen Teil des von ihr verwalteten Goldes aus dem Ausland nach Frankfurt zu holen. Er reagiert damit auf leise Kritik des Bundesrechnungshofes. Dieser hatte den nonchalanten Umgang der Bank mit dem von ihr verwalteten Gold bemängelt und zumindest eine stichprobenartige gelegentliche Inventur gefordert. Angesichts der Summen, um die es geht – beim derzeitigen Goldpreis knapp 140 Milliarden Euro –, kein unbilliger Wunsch. Wir wissen nicht, was die Herren im Bankvorstand veranlaßt haben mag, die Flucht nach vorn anzutreten. Es könnte die zunehmende Besorgnis der Öffentlichkeit um die Zukunft des ...

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