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19.01.2013 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Euro gut, alles gut

Rettung geschafft, sagt EZB-Chef Draghi. Börsenkurse steigen, Investoren reißen sich um Staatspapiere der Krisenländer. Doch der Friede ist nur Illusion

Rainer Rupp
Es ist der 10. Januar. Auf einer Pressekonferenz in Frankfurt am Main signalisiert der Chef der Europäischen Zentralbank (EZB) den internationalen Finanzmärkten Entwarnung. Mario Draghi sagt: »Wir sind jetzt wieder in einer normalen Situation«. Damit spricht er aus, was die Hofschranzen des Kapitals seit Monaten verbreitet haben: Die Euro-Krise ist beendet, man sei zurück in der Normalität. Alles ist wieder gut.

Alles? Tatsächlich sind die Börsenkurse fast bei ihrem Rekordhoch von Ende 2007 angekommen. Die staatlichen Versuche, strengere Kontrollen einzuführen, hat die Bankenlobby erfolgreich verhindert. Trotz waghalsiger Finanztricksereien wurden die »Bankster« (aus Banker und Gangster) nicht zur Verantwortung gezogen. Für ihre Privatschulden müssen auf Jahrzehnte die Steuerzahler geradestehen, während sie an den Spieltischen des globalen Finanzkasinos 2012 wieder phantastische Profite gemacht haben. Allen voran die Wall-Street-Banken. Goldman Sachs z.B...

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