19.01.2013 / Inland / Seite 4

Protest gegen Zwangsräumung

Familie in Berlin-Kreuzberg erfährt breite Solidarität. Neuer Termin auf 14. Februar festgesetzt

Jan Greve
Das neue Jahr beginnt, wie das alte geendet hat. Gegen den mittlerweile dritten Anlauf einer Zwangsräumung in Berlin-Kreuzberg wird in einem breiten Bündnis aus verschiedenen Initiativen, nachbarschaftlichen Zusammenschlüssen und Hunderten Einzelpersonen mobilisiert. Es geht um die Zukunft der Familie Gülbol, die am 14. Februar ihre Wohnung in der Lausitzer Straße 8 verlassen soll. Durch zivilen Protest soll die Zwangsräumung ein weiteres Mal verhindert werden.

Bereits im Oktober des letzten Jahres kam es zu Aktionen gegen den ersten Versuch, die seit Jahrzehnten in ihrer Wohnung lebende Familie herauszudrängen (jW berichtete). 2006 war das Mehrfamilienhauses an den neuen Eigentümer André Franell zwangsversteigert worden. Dieser erhöhte nach erfolglosen Kündigungsversuchen die Mieten soweit, daß sich mehrere dort lebende Menschen zum Auszug gezwungen sahen. Familie Gülbol versuchte auf gerichtlichem Wege gegen die Mietanhebung vorzugehen, scheiterte jedo...

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