17.01.2013 / Thema / Seite 10

West-östliche Gehilfin

Die Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik ist ein einflußreicher Think-Tank im Interesse von Konzernen und Politik. Ihre strategische Präferenz zugunsten einer transatlantischen oder einer deutsch-russischen Kooperation ist noch ungeklärt

Jörg Kronauer
Die Geopolitik kehrt zurück, schreibt die Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP). Die globale Konkurrenz um knappe Rohstoffe sei in den letzten Jahren immer schärfer geworden. »Schon bald« würden sich »Weltpolitik und Weltwirtschaft hauptsächlich um die Versorgungslage auf unserem Planeten drehen«. Dann könnten die Staaten, »die die stärkste Wirtschaft haben« und die deshalb heute die Weltpolitik dominierten – die USA und die führenden europäischen Staaten –, womöglich von denjenigen Ländern in die Schranken gewiesen werden, »die die von anderen begehrten Bodenschätze besitzen«. »Bodenschätze und die Größe des Territoriums« würden »wieder zu den wichtigsten geopolitischen Aktiva eines Staates«, und das käme ganz besonders Rußland und China zugute. »Die internationale Politik wird zu Beginn des 21. Jahrhunderts immer stärker von traditionellen geopolitischen Überlegungen geprägt«, heißt es im jüngsten Jahresbericht der DGAP. Dabei ...

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