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15.01.2013 / Inland / Seite 5

Gefälligkeit für Henkel

Sonderermittler entlastet Kriminalamt und Verfassungsschutz. Spitzel gab Hinweise auf NSU-Mitglieder. Abschaltung des V-Mannes wäre »treuwidrig« gewesen

Sebastian Carlens
Wieder »Fehler«, »Versäumnisse« und »Verwechslungen«: Der vom Berliner Innensenator Frank Henkel (CDU) eingesetzte Sonderermittler Dirk Feuerberg kommt nach einer Untersuchung des Berliner Aktenschredderskandals zu dem Schluß, daß im Berliner Landeskriminalamt (LKA) keine Dokumente mit Bezug zum »Nationalsozialistischen Untergrund« (NSU) vorsätzlich vernichtet wurden. Oberstaatsanwalt Feuerberg stellte seinen Bericht am Montag den Mitgliedern des Berliner Innen- und Verfassungsschutzausschusses vor. Er war von Henkel Anfang Oktober letzten Jahres eingesetzt worden, nachdem die Spitzeltätigkeit des Neonazis Thomas Starke (jW berichtete) für das LKA bekannt geworden war. Starke, der über viele Jahre eine wichtige Rolle in der neofaschistischen Szene spielte, war nicht nur mit der mutmaßlichen Rechtsterroristin Beate Zschäpe liiert gewesen, er gehörte auch zu den NSU-Helfern der ersten Stunde: Dem im Jahr 1998 flüchtigen NSU-Trio besorgte er die erste konspi...

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