14.01.2013 / Inland / Seite 5

Sonderzug für Neonazis

Rechtes »Gedenken« in Magdeburg: Polizei läßt Faschisten in Außenbezirk marschieren. Gegendemonstranten wurden abgeschirmt

Susan Bonath, Magdeburg
Knapp 1000 Neofaschisten waren am Samstag nach Magdeburg gereist, um »die deutschen Opfer« des Bombenangriffs der Alliierten von 1945 zu »betrauern«. Die rund 3000 Gegendemonstranten, die dem Aufruf des Bündnisses »Magdeburg Nazifrei« gefolgt waren, hätten sie ohne weiteres blockieren können. Hätten, denn die Beamten geleiteten die vor allem aus der freien Kameradschaftsszene stammenden Rechten in den südlichen Außenbezirk Salbke. Und zwar per S-Bahn, wodurch zeitweise der Zugverkehr lahmgelegt wurde. Dort schützte die Polizei, die mit über 2000 Kräften, Reiterstaffeln und Wasserwerfern im Einsatz war, den Aufmarsch vor jeglichem Protest.

Hart gingen die Einsatztrupps gegen Antifaschisten vor. Personen- und Buskontrollen, Brücken- und Straßensperren hinderten viele daran, zu gerichtlich durchgesetzten Aktionen östlich der Elbe zu gelangen. Dort sollte der Aufmarsch wohl ursprünglich stattfinden. Dennoch gelang es mehr als 1000 Demonstranten, den dortigen...

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