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12.01.2013 / Inland / Seite 5

Maulwurf im Reichstag?

CDU-Bundestagsabgeordneter ist einer britischen Spionagefirma angeblich als Vortragsredner zu Diensten. Kritiker beanstanden obskure London-Connection

Ralf Wurzbacher
Der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag, Michael Fuchs, ist ein gefragter Mann. Auf der Liste der Top-Verdiener im Parlament, die sich ihr Abgeordnetensalär mit lukrativen Nebentätigkeiten aufbessern, belegt er momentan Platz 10. Die Bundestagsverwaltung führt für ihn 23 Funktionen in Unternehmen, Vereinen, Verbänden, Stiftungen und öffentlichen Anstalten auf, immerhin zehn davon läßt er sich vergüten. Dazu hat der Christdemokrat zwischen 2010 und 2012 über 20mal mit Vorträgen Kasse gemacht, in fünf Fällen lag das Honorar bei »über 7000 Euro«. Weil jeder Cent mehr nach geltender Rechtslage nicht der Veröffentlichungspflicht unterliegt, könnten die von ihm in der laufenden Wahlperiode erzielten Nebeneinkünfte die dokumentierten 155500 Euro noch übersteigen.

Besonders gerne gesehen ist Fuchs in London, wo er seit 2008 nicht weniger als 13mal bei der Hakluyt&Company auf der Matte stand. Wie der Politiker der Agentur dapd sagte, ha...

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