11.01.2013 / Ausland / Seite 2

»Die kurdische Bewegung stört«

Eskalation im Sinne der Kriegsgewinnler: Der Dreifachmord in Paris vor dem Hintergrund der Verteilungskämpfe im Mittleren Osten. Ein Gespräch mit Ann-Kristin Kowarsch

Gitta Düperthal
Ann-Kristin Kowarsch ist Vorstandsmitglied beim ­Kurdischen Frauenbüro für Frieden e.V. CENÎ in Düsseldorf

Am Mittwoch abend sind die kurdischen Politikerinnen Sakine Cansz, Fidan Dogan und Leyla Söylemez in den Räumen des Kurdischen Informationsbüros in der Nähe des Pariser Nordbahnhofs ermordet worden. Wie konnte das nach Ihrer Kenntnis passieren?

In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag wollte eine Journalistin der kurdischen Tageszeitung Özgür Politika Kontakt mit Fidan Dogan, der Vertreterin des Kurdischen Nationalkongresses (KNK) in Paris, aufnehmen. Sie hatte sich gewundert, daß Fidan sich nicht, wie verabredet, gemeldet hatte. Deshalb ging sie gegen 24 Uhr zum Kurdischen Informationsbüro. Dort sah sie im Eingangsbereich Blutspuren und rief die Polizei. Die Frauen wurden nach bisherigen Ermittlungen am Abend zwischen 18 und 20 Uhr ermordet. Fidan und Sakine sollen durch Kopfschüsse getötet worden sein; Leyla durch Schüsse in Kopf und Bauch. Der ode...

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