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09.01.2013 / Inland / Seite 8

»Soziale Gerechtigkeit allen Forderungen voranstellen«

Der Bund für Umwelt und Naturschutz schaltet sich in die Debatte um die Höhe von Hartz IV ein. Ein Gespräch mit Reinhild Benning

Gitta Düperthal
Reinhild Benning ist Sprecherin des Bunds für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), der beim »Bündnis für ein Existenzminimum« mitwirkt

Ihr Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, BUND, fordert, Verteilungsfragen unter Umweltgedanken neu zu stellen und hat sich deswegen dem »Bündnis für ein Existenzminimum« angeschlossen. Wie ist das zu verstehen?

Uns geht es um eine sozial gerechtere Verteilung, wir sprechen uns deshalb auch für einen höheren Hartz-IV-Satz aus. Umweltgerechte Lebensführung kostet häufig mehr Geld. Menschen, die auf Transferleistungen des Staates angewiesen sind, müssen aber in die Lage versetzt werden, so konsumieren zu können, daß sie sich und ihre Familien gesund ernähren können. Der zum 1. Januar 2013 um acht auf 382 Euro erhöhte Hartz-IV-Satz reicht dafür nicht aus.

Neu ist, daß Umwelt-, Bauern- und Entwicklungsorganisationen sich jetzt stärker mit sozialpolitisch engagierten Initiativen zusammenschließen. Mit uns an einem...


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