09.01.2013 / Antifa / Seite 15

Teutonen übernehmen die Führung

Wiener Antisemiten bekommen Vorsitz der Deutschen Burschenschaft

Ulla Jelpke
Nach Richtungskämpfen zwischen einer sich als nationalliberal verstehenden Minderheit und einer sich als »völkisch« titulierenden Mehrheit im vergangenen Jahr steht an der Spitze der Deutschen Burschenschaft nun eine berüchtigte antisemitische Verbindung aus Österreich. Für das laufende Geschäftsjahr hat die »Wiener akademische Burschenschaft Teutonia« den Vorsitz des Dachverbandes von rund 100 Organisationen mit 10000 Mitgliedern in Deutschland und Österreich übernommen. Sie stellt mit Walter Tributsch zudem den Pressereferenten.

Die Teutonia will nach eigenen Angaben Studenten zu »charaktervollen Männern« für das »mannhafte Eintreten für unsere Heimat und unser Volk« erziehen. Sie trommelt für Großdeutschland einschließlich Südtirol, Ostpreußen und »Deutschböhmen« und erklärte entsprechend in einem Flugblatt »Ganz Ostdeutschland noch heute besetzt!« und »Gebietsabtretungen revidieren!« In den 90er Jahren galt die Teutonia laut dem von der »Stiftung Dok...

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