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29.12.2012 / Inland / Seite 5

Der Bus kommt

2013 fällt das Monopol der Bahn auf die kommerzielle Personenbeförderung im Überlandfernverkehr

Mirko Knoche
Die Bahn fährt schnell und schadstoffarm. Und sie ist sagenhaft teuer. Wer mit dem ICE von Hamburg nach München fahren will, muß für eine reguläre Hin- und Rückfahrt 278 Euro berappen – ohne Reservierungsgebühr, versteht sich. Das ist je nach Uhrzeit teurer als ein Lufthansa-Flug. Am 1. Januar fällt nun das Schienenmonopol der – längst privatwirtschaftlich organisierten – Deutschen Bahn auf Fernverbindungen. Entsprechend groß ist die Furcht der Bahnlobbyisten vor dem zu erwartenden Preiswettbewerb. Denn die moralischen Argumente für die Ökobilanz dürften Reisende mit kleinem Geldbeutel kaum interessieren. Und die umweltbewußte Mittelschicht reicht als Kundenstamm für den Profitkurs der Deutschen Bahn nicht aus.

Im taz-Interview (Donnerstagausgabe) beklagte der Chef der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL), Claus Weselsky: »Die Bahn rechnet sich nur, wenn sie ausgelastet ist.« Andernfalls werde der Takt ausgedünnt. »Im schlimmste...

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