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21.12.2012 / Feuilleton / Seite 12

Von der Gesellschaft bis zur Botanik

Die Berliner Rousseau-Konferenz 2012: Historische Reminiszenz und Provokation für die Zukunft

Hans-Otto Dill
Jean-Jacques Rousseau zwischen Aufklärung und Moderne« war das treffende Motto einer ganztägigen Konferenz, zu der die Leibniz-Sozietät Mitte Dezember anläßlich dessen 300. Geburtstages in das Rathaus Berlin-Mitte eingeladen hatte. Renommierte Wissenschaftler analysierten vor zahlreich erschienenem Publikum die Werke Rousseaus mit dem einmütigen Ergebnis, daß diese weder ihren aufklärerischen Impetus noch ihre Modernität eingebüßt haben, überhaupt erst richtig aktuell geworden sind.

Der Querdenker aus Genf gilt als der vielseitigste Geist des 18. Jahrhunderts, der als Autodidakt (!) eine große Zahl von Wissensgebieten nicht nur beherrschte, sondern entscheidend prägte und diese durch seinen avantgardistischen Stil revolutionierte: Kein anderer Enzyklopädist, weder Voltaire oder Diderot noch Holbach, hatte eine solch weltweite und bis heute andauernde Rezeption, besonders auch in Deutschland.

Die stärkste Wirkung auf Zeitgenossenschaft wie Nachwe...



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