13.12.2012 / Schwerpunkt / Seite 3

Schlappe für Vertuscher

Freispruch für Journalisten im »Sachsensumpf«-Prozeß. Linke-Politiker Bartl kündigt Untersuchung zu Korrespondenz zwischen Staatsanwaltschaft und Justizministerium an

Markus Bernhardt
Noch immer treiben die schon 2007 an die Öffentlichkeit geratenen Enthüllungen über kriminelle Netzwerke in Sachsen bizarre Blüten. So ging die Justiz des Freistaates in der Vergangenheit in mehreren Fällen gegen Politiker, Journalisten und Opfer der kriminellen Machenschaften vor, die sich der Aufklärung der unter dem Label »Sachsensumpf« bekannt gewordenen Staatsaffäre verschrieben hatten. Das Treiben, welches an einen schlechten Mafiafilm erinnert, ist bis dato nicht aufgeklärt. Politiker sowie Bedienstete von Polizei und Justiz sollen in den 1990er Jahren Teil eines kriminellen Netzwerkes in Sachsen gewesen sein, dem unter anderem Verrat von Dienstgeheimnissen, Korruption, Verstrickung in Kinderprostitution und dubiose Mordanschläge bzw. angebliche Selbstmorde sowie zweifelhafte Immobiliengeschäfte vorgeworfen werden.

Während die FAZ zu Beginn der Enthüllungen versuchte, um Aufklärung bemühte renommierte Linkspartei-Politiker als »frühere Stasi-Kader...

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