07.12.2012 / Inland / Seite 4

Neonazi-V-Männer gegen links

Erfurter Ex-NPD-Chef stand im Sold des Verfassungsschutzes – und ging gegen die Linkspartei vor. Mit Wissen des Geheimdienstes?

Sebastian Carlens
Kai-Uwe Trinkaus, ehemaliger Kreischef der neofaschistischen NPD in Erfurt-Sömmerda, hat am Mittwoch gegenüber dem MDR Thüringen seine jahrelange Tätigkeit für den thüringischen Landesverfassungsschutz (TLfV) öffentlich gemacht (jW berichtete). Von 2006 bis zum Jahr 2010 will der Erfurter Neonazi unter dem Decknamen »Ares« mehrere tausend Euro für seine Dienste erhalten haben. Trinkaus, seit Jahren durch die Gründung immer neuer rechtslastiger Vereine in der Thüringer Landeshauptstadt als führender Rechter bekannt, war im Jahr 2006 in die NPD eingetreten; schon ein Jahr später wurde er Kreisvorsitzender – später schied er aus der Partei aus, wechselte erst zur DVU und versuchte dann, eine Erfurter »PRO«-Partei zu gründen. Da er seine Enttarnung durch die Tätigkeit der parlamentarischen Untersuchungsausschüsse zur Zwickauer Terrorzelle bevorstehen sehe, wolle er seine Spitzeltätigkeit selbst bekannt machen, teilte Trinkaus dem Sender mit. Laut Angabe...

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