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07.12.2012 / Inland / Seite 5

Zwangsräumung in Kreuzberg ausgesetzt

Berlin: Atempause für Familie Gülbol und Mieteraktivisten. Gerichtsvollzieherin kommt vorerst nicht

Noch am Morgen hatten Mieterinitiativen in Berlin-Kreuzberg auf einer Pressekonferenz über ihre Pläne zur Verhinderung einer Zwangsräumung am 12. Dezember informiert. Am Donnerstag nachmittag meldete die Berliner Zeitung überraschend, daß der Termin ausgesetzt sei. Das wäre der zweite große Erfolg des Bündnisses »Zwangsräumungen verhindern« in der Lausitzer Straße 8. Am 22. Oktober verhinderten dort rund 200 Freunde und Nachbarn der Familie Gülbol deren Räumung durch eine friedliche Sitzblockade.

In der Folge erlebte die türkische Familie, die sich entschlossen hatte, mit ihrer Notsituation an die Öffentlichkeit zu gehen, eine Welle der Solidarität. Immer mehr Menschen, darunter Kulturschaffende und Politiker von Linkspartei und Grünen, Mieteraktivisten und Nachbarn, aber auch Vereine und Läden erklärten öffentlich, sich bei einem zweiten Räumungsversuch mit auf die Straße zu setzen. Mehr als 300 Personen hatten sich in eine SMS-Liste eintragen lassen, u...

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