Hände weg von Venezuela! Solidaritätsveranstaltung am 28. Mai
Gegründet 1947 Mittwoch, 22. Mai 2019, Nr. 117
Die junge Welt wird von 2189 GenossInnen herausgegeben
04.12.2012 / Inland / Seite 5

Für »verrückt« erklärt

Neue Hinweise auf unrechtmäßige Einweisung des bayrischen Bankenkritikers Gustl Mollath in die Psychiatrie. Auch Seehofer fordert Überprüfung

Ralf Wurzbacher
Wem könnte der Mann gefährlich werden: der Allgemeinheit, der Justiz oder vielleicht sogar Bayerns Filz aus Politik und Wirtschaft? Im Fall des seit fast sieben Jahren zwangsweise in der Psychiatrie untergebrachten Gustl Mollath verdichten sich die Hinweise, daß er möglicherweise zu Unrecht für »verrückt« erklärt wurde. Nach einem aktuellen Focus-Bericht haben zwei Gutachter den 56jährigen als nicht gemeingefährlich eingestuft. Mollath war 2006 wegen eines bescheinigten »paranoiden Gedankensystems« weggeschlossen worden, nachdem er »die größte Schwarzgeldverschiebung in die Schweiz« angeprangert hatte. Aufgrund immer neuer Ungereimtheiten hat jetzt sogar Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) eine Überprüfung angemahnt.

»Es müsse so schnell wie möglich Klarheit geben, ob die Unterbringung von Herrn Mollath in der Psychiatrie auch unter Berücksichtigung aller neuen Informationen gerechtfertigt ist«, forderte der Regierungschef am Wochenende. Das Machtwort...

Artikel-Länge: 4426 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen
Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

19,80 Euro/Monat Soli: 25,80 €, ermäßigt: 12,80 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €