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03.12.2012 / Thema / Seite 10

Der Flaschenteufel

3. Dezember 1932: Ein General wird Reichskanzler – der letzte vor Hitler

Manfred Weißbecker
Etwas mehr als fünf Monate lang – vom Juni bis November 1932 – regierte der Herrenreiter Franz von Papen. Kein anderes Kabinett der Weimarer Republik hatte schon so rasch völlig abgewirtschaftet. Kürzer schaffte es nur noch Kurt von Schleicher, der das Amt von ihm am 3. Dezember 1932 übernahm und es bereits nach zwei Monaten wieder verlor. Und dies, obwohl der General großen Einfluß auf zahlreiche Politiker, Verbände und Zeitungen auszuüben vermochte sowie auf den Zuspruch des Reichspräsidenten Hindenburg bauen konnte. Von einer im Hintergrund agierenden »grauen Eminenz« wurde gesprochen, und wie kaum ein anderer verfügte er über eine große Machtfülle, amtierte er doch zugleich als Reichswehrminister und als Reichskommissar für Preußen.

Schleichers Berufung zum Reichskanzler war Ergebnis und Ausdruck der Situation, in die führende Gruppen der deutschen Bourgeoisie das Land mit ihren diversen, am Ende alle auf die hitlerfaschistische Diktatur ...

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