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03.12.2012 / Ausland / Seite 7

Krankes System

Griechenland: Klinken werden geschlossen, Medikamente sind vielfach nicht vorhanden

Heike Schrader, Athen
Zum erstem Mal würden Gelder aus den Krediten von EU, Internationalem Währungsfonds und Europäischer Zentralbank in die griechische Wirtschaft fließen, hatte Antonis Samaras Mitte letzter Woche nach der Zusage der EU-Finanzminister zu der Auszahlung der längst fälligen Kreditrate in Höhe von 43,7 Milliarden Euro erklärt. Damit gab der griechische Ministerpräsident erstmals offen zu, was bislang immer verschwiegen worden war: Alle Griechenland bisher gewährten Kredite des sogenannten Europäischen Rettungsschirms hatten nicht der Überwindung der Schuldenkrise oder der Ankurbelung der Wirtschaft, sondern lediglich der fristgerechten Begleichung alter Schulden an dieselben Gläubiger gedient.

Gleichzeitig verschwieg der griechische Ministerpräsident, daß auch von den neuen Milliarden nur ein kleiner Bruchteil den Menschen im Lande zugute kommen wird. Von der für Dezember angekündigten Auszahlung in Höhe von 34,4 Milliarden sollen 23,8 Milliarden zur Refinanzi...

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