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28.11.2012 / Inland / Seite 2

»Die Regierung tut nichts gegen die Armut«

Ihr IV. Armuts- und Reichtumsbericht ist methodisch falsch und geht an der sozialen Realität vorbei. Ein Gespräch mit Thomas Specht

Peter Wolter
Thomas Specht ist ­Geschäftsführer der Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Wohnungslosenhilfe in Bielefeld

Sie haben sich intensiv mit dem neuesten Entwurf des IV. Armuts- und Reichtumsberichts der Bundesregierung befaßt, der wahrscheinlich im Januar verabschiedet wird. Wie aussagekräftig ist er?

Wir können diesen Bericht natürlich nur aus der Perspektive der Darstellung extremer Armut beurteilen – und in dieser Hinsicht ist er unzureichend. Das gilt besonders für den methodischen Ansatz dieser Untersuchung, vom Lebenslauf der in Armut geratenen Menschen auszugehen, um Stellen zu markieren, an denen staatliche Sozialpolitik eingreifen kann. Dieser Ansatz versperrt aber den Blick auf die wirkliche Lage der Menschen.

Wenn man vorgeht wie die Autoren des Entwurfs, dann setzt man voraus, daß biographische Ereignisse des Einzelnen wie Scheidung, Alkoholismus, Arbeitslosigkeit etc. die Ursachen von Armut sind – was auf die allermeisten Fälle aber gar n...


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