Der Schwarze Kanal
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07.11.2012 / Feuilleton / Seite 8

»Wir können kaum noch den Lebensunterhalt finanzieren«

Viele Dokumentarfilmer werden miserabel bezahlt, nur wenige können von ihrer Arbeit auch leben. Ein Gespräch mit Alice Agneskirchner

Gitta Düperthal
Die Regisseurin Alice Agneskirchner ist 2. Vorsitzende der AG Dokumentarfilm (AG DOK), eines Berufsverbandes, der die Interessen freiberuflicher Filmemacher vertritt

Freie Dokumentarfilmerinnen und -filmer knapsen am Existenzminimum, selbst wenn sie für das öffentlich-rechtliche Fernsehen arbeiten – das ist das Ergebnis einer von Ihnen mitverfaßten Studie. Wie drastisch ist die Situation?

Wir können kaum noch den Lebensunterhalt finanzieren. »Bei diesem Beruf sollte man keine Kinder haben« ist ein geflügeltes Wort in unserer Branche. Das durchschnittliche Nettoeinkommen von Dokumentarfilmregisseuren liegt bei 1380 Euro im Monat – rund 18 Prozent der Befragten bleiben sogar unter 636 Euro. Lediglich 15 Prozent gaben an, allein von ihrer Autorentätigkeit und der Regiearbeit leben zu können.

Mit einmaligen Dumpinghonoraren sind Wiederholungen der jeweiligen Filmbeiträge bereits abgegolten – selbst bei erfolgreichen Streifen kommt kein weit...


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