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29.09.2000 / Feuilleton

Eindeutiger Antisemitismus

Seit Kriegsende 1000 Schändungen jüdischer Friedhöfe in Deutschland

Andreas Klärner

In dieser Woche wurde am Moses-Mendelssohn-Zentrum für europäisch-jüdische Studien in Potsdam eine Studie des 1924 in Chemnitz/Sachsen geborenen Autors Adolf Diamant vorgestellt. Diamant dokumentiert darin die bekanntgewordenen Schändungen jüdischer Friedhöfe in Deutschland von 1945 bis 1999. Seine Quellen sind Berichte des Innenministeriums, Zeitungsmeldungen, Publikationen anderer Autoren sowie Mitteilungen von Friedhofsangestellten. In seinem Privatarchiv hat er rund 300000 Archivalien zusammengetragen. Detailliert listet Diamant Datum, Ort und Art der Schändung, Täter, soweit bekannt, und seine Quellen auf.

Seit Ende des Zweiten Weltkrieges sind nach Diamants Forschungen etwa 1000 jüdische Friedhöfe geschändet worden. Dabei erhebt die Studie allerdings keinen Anspruch auf Vollständigkeit, viele Schändungen von jüdischen Friedhöfen werden stillschweigend umgehend beseitigt, ohne daß Strafanzeige erteilt wird. Eine Informationspflicht an die zuständigen ...

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