26.10.2012 / Inland / Seite 2

»Wir wurden von Anfang an ignoriert«

Das Rektorat der Uni Münster verweigert dem ASTA bislang ein eigenes »Arbeiterkinder-Referat«. Ein Gespräch mit Richard Dietrich

Gitta Düperthal
Richard Dietrich ist im ASTA der Universität Münster Referent für finanziell und kulturell benachteiligte Studierende.

Arbeiterkinder haben gegenüber früher immer weniger Chancen, studieren zu können. Deshalb fordert das Studierendenparlament der Universität Münster ein eigenständiges Referat für finanziell und kulturell benachteiligte Studierende – was die Universitätsleitung bislang ablehnt. Sie wollen aber nicht kleinbeigeben – warum?

Wir sind empört, daß das Rektorat entschieden hat, uns die Autonomie des Referats zu verweigern. Somit leugnet es die Tatsache, daß es überhaupt Diskriminierung von Arbeiterkindern gibt. Offenbar scheint man der Ansicht zu sein, es gebe im deutschen Bildungssystem schon genügend Chancengleichheit, obgleich alle wissenschaftlichen Untersuchungen das Gegenteil belegen.

Ob PISA- und IGLU-Studien oder Jahresberichte der OECD – sie besagen alle das Gleiche: In keinem anderen Land in Europa sind Kinder in ihr...


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