Der Schwarze Kanal
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24.10.2012 / Ausland / Seite 17

Der Krieg des Nordens

Zur Aufrechterhaltung der globalen Ausbeutungsstrukturen gehen die Eliten zunehmend militärisch gegen die Verlierer der herrschenden Verhältnisse vor

Simon Loidl
Die Verleihung des Friedensnobelpreises an die Europäische Union stellt einen weiteren Höhepunkt der Orwellisierung der derzeitigen Weltordnung dar. Während weite Regionen von Kriegen und Interventionen heimgesucht werden, bekommen die Hauptverantwortlichen der weltweiten Gewaltexzesse Nobelpreise umgehängt. Bei der Verleihung an US-Präsident Barack Obama 2009 verwiesen Befürworter auf dessen Versprechen, Kriege und Folter zu beenden. Eingetreten ist schließlich genau das, was schon damals absehbar war: der »Krieg gegen den Terror« wurde nicht nur weitergeführt, sondern sogar noch ausgeweitet. Nach wie vor werden Gefangene gefoltert und jahrelang ohne jegliche rechtliche Grundlage festgehalten. Die Zahl der Drohnenangriffe und illegaler Tötungen stieg unter Obamas Befehl stetig.

Die Verleihung der höchsten Friedensauszeichnung an die EU konnte ohnehin nur unter Ausblendung großer Teile der Realität begründet werden. Allein die im Lissabon-Vertrag veranke...

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