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23.10.2012 / Schwerpunkt / Seite 3

Dialog und Sanktionen

Mit Geschick und Engagement bemüht sich der UN-Gesandte Brahimi, im syrischen Krieg zu vermitteln. Westen setzt weiter auf Strafmaßnahmen

Karin Leukefeld, Damaskus
Die Vermittlungsmission des UN-Sondergesandten Lakh­dar Brahimi in Damaskus ist durch die Ereignisse im Libanon schwierig geworden. Er sei hoffnungsvoll gewesen, sagt ein Gesprächspartner in Damaskus, der um Anonymität bittet. Brahimi sei sehr umsichtig vorgegangen, so der Wirtschaftswissenschaftler. Er habe mit allen beteiligten Regierungen gesprochen und von den wichtigsten internationalen Akteuren Zustimmung für sein Projekt erhalten, einen Waffenstillstand während des bevorstehenden Opferfestes (Eid Al-Adha) zu erreichen. Zudem sei es eine Tradition der Araber, währenddessen Streit zu begraben und Kämpfe einzustellen, »damit appelliert er natürlich an die Islamisten unter den Kämpfern«, sich an ihre religiösen Wurzeln zu erinnern. Mit der Zuspitzung der Lage im Libanon nach dem Anschlag auf den Chef des Inlandsgeheimdienstes Wissam Al-Hassan, den Kämpfen und ersten Toten, besonders aber mit der sofortigen Schuldzuweisung gegen die syrische Führung wür...

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