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15.10.2012 / Feuilleton / Seite 12

Der weiße Heiland

Anja Röhl
Das Theater Vorpommern hat mit »Der weiße Heiland« ein vergessenes Hauptmann-Stück auf die Bühne gebracht. Hernán Cortés erobert Mexiko und wird vom Aztekenkaiser Monezuma für einen seit Jahrhunderten angepriesenen Gott gehalten, der auf die Erde herabgestiegen sei, nur um ihm zu huldigen.

Die Anfälligkeit der allerobersten Herrscher für Götteraberglauben ist größer als die der Berater. Daswird hier als Resultat der Eitelkeit, weniger als Naivität und Unerfahrenheit gedeutet. Die Berater versuchen, den Kaiser vom Gegenteil zu überzeugen (»Sieh den Damm von Menschenleichen«), doch vergebens. Montezuma überläßt sein Land der Ausbeutung, die sein Volk auslöscht.

Erstaunlich ist, daß die...



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