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11.10.2012 / Inland / Seite 2

»Die Politik treibt die Preise«

Der Strom wird teurer. Der Bundesverband Erneuerbare Energie fordert Neuberechnung der EEG-Umlage. Ein Gespräch mit Daniel Kluge

Wolfgang Pomrehn
Daniel Kluge ist Sprecher des Bundesverbandes Erneuerbare Energie (BEE)

Der Strom wird teurer. Ihr Verband rechnet mit einer Anhebung der sogenannten EEG-Umlage um 1,6 Cent pro Kilowattstunde, bestreitet aber, daß die erneuerbaren Energieträger die Preistreiber sind. Wer ist es dann?

Die Politik treibt die Preise. Zum einen werden immer mehr Industrieunternehmen von der Umlage befreit, also von den Förderkosten für die erneuerbaren Energien. Die privaten Verbraucher sowie die kleinen und mittleren Unternehmen müssen den Anteil der Industrie mit bezahlen. Allein dieser Brocken macht etwa 1,3 der 5,2 Cent pro Kilowattstunde aus, mit denen wir für die EEG-Umlage ab 1. Januar rechnen.

Wie kommt es, daß immer mehr Betriebe in den Genuß der Ausnahmen kommen?

Ursprünglich sollte nur die Großindustrie, die sehr viel Strom braucht und im internationalen Wettbewerb steht, befreit werden, um sie nicht aus dem Land zu drängen. Das betraf aber nur einzelne, ausgewählt...

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