10.10.2012 / Inland / Seite 4

Residenzpflicht gebrochen

Berlin: Flüchtlinge wollen Protestcamp bis zur Erfüllung ihrer Forderungen aufrechterhalten. Demonstration zum Reichstag am Samstag

Daniel Bratanovic
Der Infopoint am Protestcamp erfreut sich regen Andrangs. Leute treten vor und fragen, wie sie helfen können. Auf Listen wird um Sachspenden gebeten: Schlafsäcke, Isomatten, Lebensmittel. Auch Geldspenden sind willkommen. Die »refugee tent action« hat sich eingerichtet. Seit dem Wochenende besteht das Zeltlager der Flüchtlinge auf dem Oranienplatz in Berlin-Kreuzberg. Auf einer kleinen Wiese am Rande des Platzes stehen ein großes Zirkuszelt, mehrere Armee- und Einzelzelte. Nach knapp 600 Kilometern Fußmarschs mit circa 70 Teilnehmern, der Anfang September im fränkischen Würzburg seinen Ausgang genommen hatte, erreichten die Flüchtlinge am Sonnabend die Hauptstadt. Sie beabsichtigen zu bleiben – solange, bis ihre Forderungen erfüllt sind.

Die Flüchtlinge verlangen die Abschaffung von Lager- und Residenzpflicht, die es ihnen verbietet, den von den Beh...

Artikel-Länge: 2694 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen

Bitte einloggen

Abo abschließen

  • Gedruckt

    Printabo

    Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €
  • Online

    Onlineabo

    24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

    18,60 Euro/Monat Soli: 23,60 €, ermäßigt: 11,60 €
  • Verschenken

    Geschenkabo

    Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €

Kurzzeitabo abschließen

Zur aktuellen Ausgabe