26.09.2012 / Schwerpunkt / Seite 3

Kampf gegen Todesspritze

In Pennsylvania soll Terrance Williams hingerichtet werden. Nach jahrelangem Mißbrauch soll er 1984 seinen Peiniger getötet haben. Verteidiger hoffen auf Unterstützung der Öffentlichkeit

Jürgen Heiser
Geht es nach dem Willen der Staatsanwaltschaft von Philadelphia, dann soll der 46jährige Afroamerikaner Terrance »Terry« Williams am 3. Oktober mit der Todesspritze hingerichtet werden. Die letzte Hinrichtung im US-Bundesstaat Pennsylvania fand vor 13 Jahren statt. Hinrichtungsstopps gab es 1995 und 1999 im Fall des Journalisten Mumia Abu-Jamal. Unterstützt von internationalen Protesten gelang es damals der Verteidigung, beide Exekutionstermine gerichtlich aufheben zu lassen.

Auf einen Hinrichtungsstopp in letzter Minute arbeiten jetzt auch Williams’ Verteidiger hin und hoffen dabei auf die Unterstützung der Öffentlichkeit. Ihr Hauptargument: Williams habe seit seiner Kindheit Gewalt erlitten und sei für den Mord an einem Mann verurteilt worden, der ihn als Teenager fünf Jahre lang sexuell mißbraucht habe. Richterin Teresa Sarmina vom Staatsgericht Philadelphia setzte sich vorletzte Woche über die Einwände der Verteidigung hinweg und lehnte den Hin...

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