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10.09.2012 / Inland / Seite 8

»Wir werden nicht lockerlassen«

Partei Die Linke unterstützt namibische Forderung nach Wieder­gutmachung für Völkermord an Herero. Ein Gespräch mit Niema Movassat

Gitta Düperthal
Niema Movassat sitzt für Die Linke im Ausschuß für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung des Bundestags. Auf Einladung des Fraktionsvorsitzenden der regierenden SWAPO-Partei, Peter Katjavivi, ist er Ende August nach Namibia gereist, um sich über Auswirkungen des deutschen Völkermords an Herero und Nama von 1904 bis 1908 zu informieren.

Die Bundestagsfraktion der Partei Die Linke fordert die Bundesregierung auf, sich für die Verbrechen der deutschen kaiserlichen Truppen in der ehemaligen Kolonie »Deutsch-Südwestafrika«, dem heutigen Namibia, zu entschuldigen und Reparationsleistungen zahlen. Warum jetzt, nach mehr als hundert Jahren?


Bislang hat sie sich für diesen Völkermord, der von 1904 bis 1908 dort stattgefunden hat, nicht entschuldigt. Sicherlich ein weit zurückliegendes Ereignis – aber Namibia, zuvor ein Apartheidsystem unter südafrikanischer Kontrolle, ist erst 1990 unabhängig geworden. Die betroffenen Völker der Herero und Nama wu...


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