08.09.2012 / Inland / Seite 8

»Armutsbekämpfung ist ein ganz wichtiger Punkt«

EU-Studie: Jeder fünfte Deutsche kann nicht oder nicht richtig lesen und schreiben. Dringender Handlungsbedarf. Ein Gespräch mit Andreas Brinkmann

Daniel Bratanovic
Andreas Brinkmann ist Projektleiter beim Bundesverband Alphabetisierung und Grundbildung e.V.

Pünktlich zum Welttag der Alphabetisierung an diesem Samstag liegt jetzt eine EU-Studie vor, derzufolge jeder fünfte Deutsche nicht oder zumindest nicht ausreichend lesen kann, um seinen Alltag zu bewältigen. Ein überraschender Befund für Sie?

Überraschend nicht, weil eine Studie der Universität Hamburg vom Frühjahr 2011 bereits gezeigt hat, daß 7,5 Millionen erwachsene Menschen in Deutschland nicht richtig lesen und schreiben können. Das heißt, sie schreiben und lesen schlechter als ein durchschnittlicher Drittkläßler. Diese Menschen können ihren Alltag nicht richtig bewerkstelligen, da sie nicht in der Lage sind, Briefe zu lesen, Formulare auszufüllen und Fahrkartenautomaten zu bedienen. Die Problematik ist auch in ihrer Größenordnung bekannt und wird mittlerweile offen thematisiert. Das neue an der EU-Studie ist, daß der Anteil der funktionalen Analphabeten in...

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