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01.09.2012 / Inland / Seite 8

»Das ist nur PR-Show und Verhöhnung der Opfer«

Grünenthal-Konzern stiftete Denkmal für Contergan-­Geschädigte. Betroffene sehen das als Affront. Ein Gespräch mit Helga Nuding

Jana Frielinghaus
Helga Nuding ist Mutter eines Contergan-Geschädigten und engagiert sich für Betroffene

Am Freitag ist in Stolberg am Sitz des Pharmakonzerns Grünenthal ein Denkmal für die Opfer der Contergan-Katastrophe vor über 50 Jahren eingeweiht worden, die Firma hat es finanziert. Mitglieder der Opferverbände haben vor Ort gegen die Veranstaltung demonstriert. Lehnen Sie ein Denkmal generell ab oder nur die Begleitumstände?

Die Begleitumstände. Das war eine Veranstaltung mit einigen geladenen Betroffenen, die die Firma und die Stadt Stolberg zusammen ausgerichtet haben, andere hatten keinen Zutritt. Die Skulptur hat gerade mal 5000 Euro gekostet, eine lächerliche Summe, mit der sich das Unternehmen aus der Verantwortung für die noch etwa 2500 Menschen stehlen will, die durch das Mittel mit schwersten Behinderungen, fehlenden Gliedmaßen und großen Schmerzen leben müssen. Die haben bis heute keine angemessene Entschädigung erhalten und kommen finanziell kaum über die ...

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