23.08.2012 / Thema / Seite 10

Gefahr für die Demokratie

Medien. Die Axel Springer AG ist der mächtigste deutsche Meinungskonzern. Er nutzt diese Position für reaktionäre politische Ziele

Gert Hautsch
Wird 2012 zum Springer-Jahr? Die Führung des Medienkonzerns hätte das gern. Im April beging sie den 100. Geburtstag des Firmengründers Axel Cäsar Springer, im Mai feierte sie den 60. ihres erfolgreichsten Produkts, der Bild, und am 16. August wurde die Verlegerwitwe Friede Springer 70. Der Verlag präsentiert sich als biederes, ehrenwertes und wirtschaftlich erfolgreiches Unternehmen. Aber die glänzende Fassade trügt: Springer beeinflußt durch pure Marktmacht große Teile der Medienwelt. Und er nutzt dies wie kaum ein anderer für politische Zwecke.

Am 22. April 2008 richtete Angela Merkel dem Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann eine Geburtstagsfeier im Kanzleramt aus. Anwesend waren 32 Personen, darunter sechs Medienleute. Unter diesen wiederum kamen drei vom Konzern Axel Springer: Verlegerin Friede Springer, Vorstandschef Mathias Döpfner und Bild-Chefredakteur Kai Diekmann. Selten wurde so deutlich, welche Wertschätzung die oberste Politik diesem Verlagsko...

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