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17.08.2012 / Feuilleton / Seite 12

Die Liebe ist groß

Wer sie klein spricht oder singt, ist bloß selber mickrig

Wiglaf Droste
Es gibt zuviel Haß auf der Welt, hört man immer wieder sagen; überall nur Mord und Dotschlach, Gier, Fanatismus, Fressehau’n, immerzu diese Gewaltanwendung, nein, es ist gar nicht schön. Kann man sich nicht einfach liebhaben, und dann wäre alles gut?

Schtümmpt, sagt die Kinderseele: liebhaben! Kuscheln, sich beplorken, knutschen, rumdölmern und einander schöne Dinge tun. Aber dann kommt ein Konzeptstreber ganz wichtig um die Ecke gelatscht und verkündet: »Liebe deinen Nächsten!« Verdutzt sehen sich alle an: »Nee, so war das jetzt aber nicht gemeint, das ist hier doch keine Pflichtveranstaltung«, und bevor größerer Unmut und Murren aufkommen, zitiert einer Wilhelm Busch: »Und es steigert noch die Lust, wenn man immer sagt: du mußt.«

Liebe auf Befehl geht gar nicht beziehungsweise zuverlässig nach hinten los. Die Anordnung mancher Hippie-Abordnung, »If you can’t be with the one you love, love the one you’re with«, löst bei Liebenden Abwe...



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