17.08.2012 / Feuilleton / Seite 13

Tod an der Grenze

Vor 50 Jahren wurde der DDR-Offizier Rudi Arnstadt von einem Beamten des BGS erschossen

Peter Rau
Zu erinnern ist an einen Sommertag vor 50 Jahren. Am 14. August 1962 – genau 366 Tage nach den Grenzsicherungsmaßnahmen der DDR vom 13. August 1961 – starb in der Rhön im südwestlichsten Zipfel der Republik der Hauptmann der ostdeutschen Grenztruppen Rudi Arnstadt. Der 35jährige Offizier war in jenem Jahr bereits der fünfte DDR-Grenzsoldat, der im Dienst sein Leben lassen mußte. Doch von den vier vor ihm Ermordeten – Jörgen Schmidtchen, Manfred Weiß, Peter Göring und Reinhold Huhn starben zwischen dem 18. April und dem 18. Juni – steht in der aktuell zum Thema erschienenen Broschüre »Todessache Rudi Arnstadt. Zwischen Aufklärung und Propaganda« kein Wort.

Das verwundert wenig, wurde das Büchlein doch im Auftrag der »Landesbeauftragten des Freistaates Thüringen für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR« erstellt und herausgegeben. Die heißt Hildigund Neubert und gibt im Vorwort die Richtung vor: »Rudi Arns...

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