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17.08.2012 / Feminismus / Seite 15

Verwundete Schönheit

Begegnungen in Dhaka: Stiftung für Überlebende von Säureattentaten in Bangladesch sorgt für ­medizinische Behandlung, psychologische Betreuung – und organisiert Kampagnen

Edith Daibel
Unerfüllte Mitgiftforderungen, Eifersucht, Auseinandersetzungen um Land: Gründe, die das Leben von drei Menschen über Nacht veränderten. Männer schütteten diesen Frauen Säure ins Gesicht, auf ihren Körper. In der Frauenabteilung des Krankenhauses der Stiftung für Überlebende von Säureattacken (Acid Survivors Foundation, ASF) in Dhaka kauert eine junge Frau auf ihrem Bett. Sie starrt stumpf vor sich hin, während ihre zweijährige Tochter in dem Zimmer auf und ab hüpft, sich windet, weint. Rina Akhter ist der letzte Neuzugang hier. Die schöne Frau mit dem kurzgeschorenen Haar erzählt mit leiser Stimme. Wegen 20000 Taka (umgerechnet etwa 300 US-Dollar), schüttete ihr Ehemann Säure über die Schlafende und ihre Tochter Tamanna. 20000 Taka – so hoch war seine Mitgiftforderung, die Rina und ihre Familie nicht erfüllen konnten. Sie kam vor drei Wochen mit ihrem Kind in die Klinik in der Hauptstadt Bangladeschs. »Ich bin immer noch fassungslos«, flüstert die ...

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