26.07.2012 / Ausland / Seite 6

Gefangen im Amazonasdschungel

Peru: Kampf um und Widerstand gegen eine Straße durch das Dickicht des Urwaldes

Benjamin Beutler
Eine Straße soll Perus abgelegene Purús-Provinz im Südosten an der Grenze zu Brasilien mit der Außenwelt verbinden. Weil der Bau durch ein indigenes Naturschutzgebiet führt, gibt es einen erbitterten Schlagabtausch zwischen Gegnern und Befürwortern des Infrastrukturprojekts.

Ginge es nach dem Geistlichen Miguel Piovesan, wäre die erste Straße zwischen der Kleinstadt Puerto Esperanza im südöstlichen Zipfel Perus und dem Rest des Landes längst gebaut worden. Seit langem macht sich der gebürtige Italiener für den Bau einer Asphaltverbindung durch das Dickicht des Urwaldes stark.

Wie im gesamten Amazonasdistrikt ist die Armutsquote auch in Purús erschreckend hoch. Öffentliche Fürsorge? Fehlanzeige. Hier lebt man langsamer und stirbt schneller. Nur ein Prozent der Haushalte ist mit Wasser und Strom sowie hygienischen Grundausstattungen versorgt. Wo es keine Krankenstation gibt, machen fehlende Wege schon eine Durchfallerkrankung oder eine Infektion zur Leben...



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