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21.07.2012 / Schwerpunkt / Seite 3

Neuer Flugzeugträger

Der Westen sieht seine Mission im Afghanistan-Krieg als erfüllt an. Entstanden ist ein Brückenkopf für Operationen in ganz Zentralasien

Sevim Dagdelen
Viel wurde diskutiert und spekuliert über die Gründe, die hinter der Intervention in Afghanistan stehen. Klar ist: Die Taliban waren bereit, Osama bin Laden auszuliefern, die Frauen tragen heute noch ihre Burkas. Darum ging es offensichtlich nie. Auch bei den »Rohstoffreserven im Wert von einer Billion Dollar«, die das US-Verteidigungsministerium 2010 plötzlich gefunden haben wollte, dürfte es sich um eine Beruhigungspille für die Heimatfront gehandelt haben. Bleibt noch die Pipeline vom Kaspischen Meer über Afghanistan an die pakistanische Küste des Indischen Ozeans, die lange vor der NATO-Invasion geplant wurde. Bis durch sie einmal verläßlich Öl fließt, werden im besten Falle noch Jahrzehnte vergehen. Dennoch ist der Hinweis auf sie richtig. Bereits 2008 sah Jürgen Wagner von der Informationsstelle Militarisierung in Tübingen mit Rückgriff auf den früheren US-Sicherheitsberater Zbigniew Brzezinski eine wesentliche Triebfeder des Krieges in Afghanistan ...

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