20.07.2012 / Inland / Seite 5

Flüchtlinge fordern Bleiberecht

»No Border«-Camp in Köln: Kundgebungen und Demonstrationen für die Rechte von Migranten

Gitta Düperthal
Slogans wie »Kein Mensch ist illegal – Bleiberecht überall« und »No border – no nation, stop deportation« erklangen am Donnerstag mittag vor der Ausländerbehörde in Köln. Dort habe man allerdings die Türen kurzerhand verschlossen und mit den betroffenen Flüchtlingen nicht über ihren Protest diskutieren wollen. Diese hätten deshalb nur am offenen Mikrophon ihre Stimme erheben können, kritisiert Roman Pose vom Organisationsteam des »No Border«-Camps in Köln gegenüber junge Welt. Seit fast einer Woche starten dort nahezu täglich Demonstrationen und Kundgebungen, um den Protest der Ausgegrenzten in die Öffentlichkeit zu tragen.

Rund 500 Flüchtlinge von Selbsthilfeorganisationen wie »The voice«, »Karawane« oder dem Roma-Bündnis »Yag Bari« und ihre Unterstützer aus antirassistischen Initiativen haben auf den Kölner Pollerwiesen seit vergangenem Samstag ihre Zelte aufgeschlagen. Trotz des miesen Wetters kommen immer wieder neue Aktivisten aus der ga...

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