Schwarzer Kanal
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13.07.2012 / Kapital & Arbeit / Seite 2

»In Europa ist CCS viel zu teuer«

Verpressung von CO2 ist in den USA Standard, macht hierzulande aber keinen Sinn. Ein Gespräch mit Jeffrey Michel

Mirko Knoche
Jeffrey Michel arbeitet als Energieexperte in Hamburg

Sie haben eine kritische Studie zur CO2-Verpressung (CCS) – also von Kohlendioxid – in Deutschland verfaßt. In den USA, Ihrem Heimatland, wird das Verfahren aber schon lange angewandt. Zu welchem Zweck geschieht das und welche Erfahrungen wurden damit gemacht?

Dadurch wird die Ausbeute von Öl- und Erdgasvorkommen erhöht. Wenn beispielsweise nach Öl gebohrt wird, können nur 30 Prozent des Volumens aus der Gesteinsformation erschlossen werden. Preßt man anschließend Wasser und Kohlendioxid in die Lagerstätte, kann man die doppelte Menge fördern. Das ist unproblematisch, wenn der Ölpreis ausreichend hoch ist, weil ein und dasselbe Bohrloch genutzt wird. Das Kohlendioxid wird ohnehin vom gewonnenen Erdgas abgeschieden und dann zu den Förderstellen geleitet. Die Pipelines verlaufen in der Regel durch dünn besiedelte Gebiete. Kraftwerksemissionen eignen sich weniger, weil zunächst Verbrennungsrüc...

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