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13.07.2012 / Feminismus / Seite 15

Die, die kämpft

Black-Panther-Aktivistin Assata Shakur feiert 65. Geburtstag auf Kuba

Claudia Wangerin
Die Gefängnisaufseherin war es nicht anders gewohnt: »Meine Mädchen nennen mich Mrs. Butterworth, und ich nenne sie bei ihren Vornamen.« Das war für sie »eine Frage des Respekts«. Eines Tages fragte eine junge Schwarze, von ihr mit »JoAnne« angesprochen, Mrs. Butterworth nach ihrem eigenen Vornamen. Alternativ dazu wollte die Inhaftierte Ms. Chesimard oder Ms. Shakur genannt werden. Mrs. Butterworth blieb stur. Sie bleibe bei »JoAnne« und wolle ihren eigenen Vornamen nicht nennen. »Gut«, sagte die Gefangene, »wenn Sie es aushalten, daß ich Sie Miss Bitch nenne, wann immer ich Sie sehe. Ich respektiere niemanden, der nicht auch mir Respekt entgegenbringt«. Sie setzte damit konsequent um, was ihre Großeltern ihr mit auf den Weg gegeben hatten.

JoAnne Deborah Chesimard, geboren am 16. Juli 1947 in New York, nannte sich als Aktivistin der schwarzen Emanzipationsbewegung Assata Olugbala Shakur. Wie einige ihrer Genossen hatte sie sich einen neuen Namen ausges...

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