29.06.2012 / Inland / Seite 4

Pumpen für die Asse

AKW-Gegner fordern Trockenhaltung des Bergwerks bei Wolfenbüttel. Bei weiterem Wasserzufluß ist Bergung des Atommülls gefährdet. 25000 Unterschriften übergeben

Reimar Paul
Atomkraftgegner fordern die Installierung von mehr und stärkeren Pumpen im einsturzbedrohten Atommüllager Asse. Vertreter von Bürgerinitiativen aus der Region überreichten Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) am Donnerstag dazu mehr als 25000 Unterschriften. Das Ziel der Kampagne – 20000 Unterschriften in 20 Tagen – wurde damit deutlich übertroffen.

In das marode Bergwerk laufen täglich rund zwölf Kubikmeter Salzlauge, die vom Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) abgepumpt werden. Die Behörde hat für den Fall des Zutritts größerer Wassermengen bislang eine Pumpenkapazität von 500 Kubikmetern pro Tag installiert. Läuft noch mehr Wasser zu, was Experten nicht ausschließen, müßte die Asse aufgegeben, das heißt geflutet werden. Das Abpumpen der Flüssigkeit ist eine Voraussetzung dafür, daß die rund 126000 eingelagerten Fässer mit strahlenden Abfällen wie geplant aus der Asse geborgen werden können.

Das BfS muß nach Ansicht der Atomgegner größ...



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