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28.06.2012 / Inland / Seite 2

»Beschneidung kleiner Kinder ist unmenschlich«

Das Urteil des Kölner Landgerichts ist zu begrüßen, wird aber wohl wirkungslos bleiben. Ein Gespräch mit Evelyn Hecht-Galinski

Peter Wolter
Die Publizistin Evelyn Hecht-Galinski ist die Tochter des früheren Vorsitzenden des Zentralrats der Juden, Heinz Galinski

Die Zentralräte der Muslime und der Juden haben sich gestern lautstark über das Urteil des Kölner Landgerichts empört, daß die religiös motivierte Beschneidung kleiner Jungen Körperverletzung und damit eine Straftat ist. Ist dieses Urteil für Sie als Jüdin tatsächlich so abwegig?

Für mich überhaupt nicht. In der heutigen Zeit sehe ich überhaupt keine Notwendigkeit mehr, einen solchen Eingriff vorzunehmen, ich habe das schon immer für Körperverletzung gehalten. Beschneidung von Mädchen ist nicht erlaubt – warum also müssen sich die Jungen das gefallen lassen?

Egal ob es ein Säugling oder ein Achtjähriger ist – das Kind wird weder gefragt, noch kann es sich wehren. Es sollte zumindest das Alter der gesetzlichen Reli­gionsmündigkeit haben – 14 Jahre also – und sich frei entscheiden können, ob es das will oder nich...


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