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21.08.2000 / Thema / Seite 0

Antikapitalismus von rechts

Das Erfolgskonzept der NPD. Nationalisten gewinnen neue Mitglieder, die Medien helfen dabei

Dominik Müller

»Vorwärts im Kampf gegen die Macht der herrschenden Politiker! Jetzt die antikapitalistische Wirtschaftsordnung schaffen!« tönt die nationalistische NPD (Nationaldemokratische Partei Deutschlands). Anders als 1969, als sie in sieben Länderparlamenten vertreten war und 28 000 Mitglieder zählte, ist sie heute keine »Traditionalistenpartei« mehr, die ihren Schwerpunkt ausschließlich auf die Propaganda des NS-Regimes legt. Im Gegenteil: Sie versucht mit einem »völkischen Antikapitalismus«, ihrer zwischenzeitlichen Krise entgegenzutreten und distanziert sich vom »antikommunistischen« Lager der konservativen Rechtsparteien. Für diese Stoßrichtung steht auch der seit 1996 amtierende Parteivorsitzende Udo Voigt: Er gibt vor, den Kommunismus in erster Linie wegen seiner internationalen Ausrichtung zu kritisieren. »Wir haben mehr mit der PDS zu tun als mit rechten Parteien«, behauptete Voigt in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung.

Hauptkampfgebiet Ost

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