15.06.2012 / Feuilleton / Seite 2

»Nicht das erste Mal, daß er Ärger hat«

Ein WDR-Autor, der einen Lügenfilm zum Kennedy-Mord drehte, legt sich jetzt mit dem WWF an. Gespräch mit Ekkehard Sieker

Gitta Düperthal
Ekkehard Sieker ist Fernsehjournalist. Er hat rund 20 Jahre beim WDR gearbeitet, unter anderem für das ARD-Magazin Monitor

Die Umweltstiftung WWF Deutschland (World Wide Fund for Nature) geht juristisch gegen das im April erschienene »Schwarzbuch WWF« des WDR-Autors Wilfried Huismann vor – das Landgericht Köln soll am heutigen Freitag darüber entscheiden. Im Buch wirft Huismann dem WWF vor, statt die Natur geschützt mit Konzernen zusammengearbeitet zu haben. Was ist an den Vorwürfen dran?

Es macht keinen Sinn, dem WWF eine Zusammenarbeit mit Industrie und Handel vorzuwerfen. Sie ist 1961 mit Hilfe internationaler Unternehmen und des europäischen Hochadels gegründet worden. Der WWF hat von Beginn an die Ideologie vertreten, keine antagonistische Haltung gegenüber Wirtschaftunternehmen einzunehmen. Von dieser Stiftung nun anderes zu erwarten, ist etwa so, als wollte man von der CDU verlangen, auf keinen Fall mit christlichen Kirchen zusammenzuarbeiten...

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