29.05.2012 / Ansichten / Seite 8

Cui bono?

Parteiische UN-Erklärung zu Syrien

Werner Pirker
Das Massaker von Hula könnte den Vorwand für ein direktes Eingreifen der NATO in den syrischen Bürgerkrieg geliefert haben. Jedenfalls wird von seiten des Westens alles unternommen, das Publikum auf Krieg einzustimmen. Eine friedliche Lösung des Konflikts in und um Syrien scheint inzwischen so gut wie ausgeschlossen. Die jüngsten Ereignisse werden zum Anlaß genommen werden, die »internationalen Friedensbemühungen« für gescheitert zu erklären, den Bürgerkrieg weiter anzuheizen und bei anhaltender Unterlegenheit der prowestlichen Seite der NATO die Aufgabe eines militärischen Regimewechsels zu übertragen.

Die »Wertegemeinschaft« weiß um den Nutzen von Provokationen bei der Auslösung westlicher Kriegshandlungen. Das erfundene Massaker von Racak – ein Gefecht war zur Massenhinrichtung umgedeutet worden – lieferte 1999 den Vorwand für den NATO-Bombenkrieg gegen Jugoslawien. Daß sich UCK-Banditen nun den syrischen Rebellen als Berater in Sachen Öff...

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