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19.05.2012 / Feuilleton / Seite 12

Den Verlust aufhalten

20 Jahre nach ihrer Abwicklung informiert ein Buch über bioethische Forschungen in der DDR (Teil 1)

Werner Röhr
In einem internationalen Fachverlag für Medizin und angrenzende Disziplinen haben zwei Wissenschaftler vom Greifswalder Institut für Geschichte und Ethik der Medizin einen Sammelband über Forschungen zur medizinischen Ethik in der DDR herausgegeben. Beide sind studierte Philosophen und promovierte Medizinhistoriker. Ihr Band geht auf ein 2009 in Greifswald veranstaltetes Kolloquium zur Rekonstruktion der Felder, Probleme und des Standes der Ethikdiskussion in der Medizin der DDR zurück. Herausgeber und Autoren wollen mit dem Tagungsband den Verlust undokumentierter Diskurse aufhalten und die Erfahrungen der Forscher für heutige Aufgaben der Medizinethik nutzen. Der damals einzige deutsche Lehrstuhl für Ethik in der Medizin in Halle wurde 1991 mit der Begründung abgewickelt, daß es dafür in der BRD kein Beispiel gäbe. Mit der Abwicklung ihrer Institutionen wurden auch die Resultate der medizin­ethischen Forschungen in der DDR verschwiegen. Der bundesdeutsc...

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