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10.05.2012 / Titel / Seite 1

Schleifspuren der CIA

Knut Mellenthin
Am Montag gab die US-Regierung bekannt, daß ihre Sicherheitskräfte Ende April einen geplanten Anschlag durchkreuzt hätten, bei dem ein Passagierflugzeug mit Hilfe einer »Unterhosenbombe« gesprengt werden sollte. Am Dienstag ereiferte sich Außenministerin Hillary Clinton über die »Terroristen«, die »immer perversere und schrecklichere Methoden ausprobieren« würden, »um unschuldige Menschen zu töten«. Wenige Stunden später wurde deutlich, daß der groß gemeldete Anschlagsversuch nur eine Inszenierung der CIA gewesen war.

Als erste Zeitung berichtete die Los Angeles Times, daß der verhinderte Attentäter in Wirklichkeit ein »Informant« des US-amerikanischen Auslandsgeheimdienstes gewesen sei, der gleichzeitig auch für dessen saudi-arabische Kollegen arbeitete. Die CIA habe ihren V-Mann als »Möchtegern-Selbstmordattentäter« bei der jemenitischen Al-Qaida eingeschleust. Sein Auftrag habe darin bestanden, diese »dazu zu bringen, ihm eine neue Art einer nichtmeta...

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