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10.05.2012 / Ausland / Seite 2

»Wir müssen sein Verhalten abwarten«

Der neue Präsident Frankreichs ist alles andere als ein entschlossener Linker. Ein Gespräch mit Herbert Schui

Mirko Knoche
Der Linke-Politiker ­Herbert Schui ist emeritierter Professor für ­Volkswirtschaftslehre. Er hält sich zur Zeit in Frankreich auf.

Die Franzosen haben am Sonntag den Sozialisten François Hollande ins Präsidentenamt gewählt. Er hatte vor der Wahl angekündigt, den europäischen Fiskalpakt neu zu verhandeln. Was tut sich in der Sache?

Es geht ihm darum, durch ein höheres Wirtschaftswachstum die Steuereinnahmen zu vermehren. Während CDU-Kanzlerin Angela Merkel behauptet, daß die Haushaltskonsolidierung automatisch zu mehr Wachstum führe, hält Hollande davon nichts. Bei seinem Antrittsbesuch in Berlin werden sich am Samstag erste Fronten abzeichnen. Merkel hofft, daß die Märkte Hollande zur Raison bringen werden. Das klingt nach dem früheren Bundesbankpräsidenten Hans Tietmeyer, der im Frühjahr 1996 in Davos sagte, daß die Rolle der Finanzmärkte als »Kontrollinstanz der Politik« wichtiger werde.

Merkel spekuliert also darauf, daß steigende Zinsen die französisc...


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