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10.05.2012 / 73 / Seite 15

Der Nullentwurf

Eure Nachhaltigkeit wird die Welt nicht retten: Zum Stand der Vorbereitungen auf den Rio+20-Gipfel

Ralf Ledebur
In sechs Wochen sollen sich 193 Staatsoberhäupter auf dem Rio+20-Gipfel zur Nachhaltigkeit verpflichten, am Ende einer UN-Konferenz über Umwelt und Entwicklung. Der Gipfel heißt Rio+20, weil eine solche Konferenz vor 20 Jahren in Rio de Janeiro ein recht glückliches Ende fand. Solche Eintracht ist diesmal nicht zu erwarten, obwohl die UN ja nicht mehr will als eine contradictio in adiecto, einen Widerspruch in sich – den nachhaltigen Kapitalismus (Burkhard Ilschner hat das auf dieser Seite vom 5. April treffend herausgearbeitet).

Über dieses romantische Ziel müßte doch eine unverbindliche Einigung zu erzielen sein, sollte man meinen. Allein, es sieht nicht danach aus. Bis Freitag arbeiteten Unterhändler der 193 UN-Mitgliedstaaten zwei Wochen lang an einem ersten Entwurf der Gipfelabschlußerklärung, auch »Zero draft« genannt: Nullentwurf. Grundlage der Vorverhandlungen waren 6000 Seiten mit Forderungen und Vorschlägen der Staaten und ausgewählter Ni...

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